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Macht. Menschen. Meinungen. Ein sozialdemokratisches Leben

    Wolfgang Jüttner (Jahrgang 1948) zählte zu den führenden Gestaltern der SPD-Landschaft in Niedersachsen. Er war von 1998 bis 2003 niedersächsischer Umweltminister, von 2005 bis 2010 Vorsitzender der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag und von 2005 bis 2011 Mitglied des SPD-Parteivorstands. Bei der Landtagswahl 2008 kandidierte er als SPD-Spitzenkandidat gegen Ministerpräsident Christian Wulff, unterlag jedoch.

   Nach über 50 Jahren SPD-Mitgliedschaft und mehr als 1.500 Reden im Parlament blickt Jüttner nun umfassend auf sein Leben und seine politische Arbeit zurück. In Gesprächen mit Oliver Dürkop erzählt er von persönlichen Erfahrungen, Erfolgen und Rückschlägen, ordnet politische Weggefährten wie Ernst Albrecht (†), Gerhard Schröder, Sigmar Gabriel und Christian Wulff ein und analysiert die Entwicklungen der Bundes- sowie Landespolitik in Niedersachsen über mehrere Jahrzehnte.

Einblicke in die Stasi-Zentrale

   Generalmajor a. D. Heinz Engelhardt (Jahrgang 1944) war hauptamtlicher Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR. 1971 wurde er Leiter der KD Reichenbach, 1984 übernahm er die Leitung der KD Karl-Marx-Stadt und 1987 wurde er Leiter der BV in Frankfurt
(Oder). 

   Ab Dezember 1989 sollte Engelhardt als stellvertretender Leiter des AfNS das Amt für Verfassungsschutz modernisieren – ein Vorhaben, das jedoch nicht mehr umgesetzt wurde. Am 18. Januar 1990 beauftragte ihn Ministerpräsident Modrow mit der Auflösung der Staatssicherheit; bis Mai blieb er in dieser Funktion als Konkursverwalter und Berater tätig. Nach eigenen Angaben habe er der DDR „aus politischer Überzeugung“ gedient. 

   Oliver Dürkop sprach neben Engelhardt auch mit Eckhard Steinfurth (Jahrgang 1955), der 1983 vom hauptamtlichen FDJ-Funktionär zum Offizier der Abteilung VI der Hauptverwaltung Aufklärung des MfS wurde. Steinfurth bringt seine Sichtweise zusätzlich mit ein und berichtet anschaulich über Alltag und Aufgaben der Auslandsaufklärung. Beide Einschätzungen regen zum Diskurs an und übermitteln ihre Botschaften an die Generationen und Forschung.

Engagement, Gründungen und Vermächtnis

   Klaus-Heinrich Standke, geboren 1935 in Remscheid, führte ein außergewöhnliches Leben zwischen Verlust, Aufbruch und Neugier. Vom Stahlwerk in Wetzlar bis zur UNO in New York wurde er zum Architekten internationaler Verständigung, Brückenbauer zwischen Ost und West und überzeugter Europäer. Nach dem Ende des Kalten Krieges gründete er u. a. die OstWestWirtschaftsAkademie (OWAA), die Internationale Akademie Schloss Baruth, das Komitee „Weimarer Dreieck“ und die Deutsch-Französische Stéphane-Hessel-Gesellschaft. 

 In Gesprächen mit Oliver Dürkop reflektiert Professor Standke seine Lebensgeschichte und bietet mit seinen Erfahrungen eine reichhaltige Quelle der Erkenntnis und Orientierung.

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